Google dreht härter auf: Spam-Regeln, “Parasite SEO”, AI-Content – warum viele Blogs 2026 verlieren
SEO-Fokus:Parasite SEO · site reputation abuse · Google Spam Richtlinien

Ziel dieses Beitrags
Du sollst nach dem Lesen in 60 Minuten erkennen, warum dein Blog trotz mehr Output fallen kann – und du bekommst eine konkrete Schrittfolge, mit der du 2026 skalierst, ohne dir mit Parasite SEO, site reputation abuse und den Google Spam Richtlinien die Sichtbarkeit zu verbrennen.
Du veröffentlichst mehr – und fällst trotzdem.
Wenn dein Plan 2026 „mehr Artikel = mehr Traffic“ ist, spielst du gegen neue Regeln.
Google zieht die Linie bei Spam und Publisher-Deals sichtbarer – und die EU schaut bei Suchpraktiken und Publisher-Themen genauer hin.
Das Muster, das ich gerade ständig sehe:
Teams erhöhen die Frequenz, drücken KI-Content raus – und wundern sich, warum die Domain insgesamt schwächer wird.
Warum das im Januar 2026 relevant ist
- Google hat öffentlich erklärt, wie “parasite SEO” bzw. site reputation abuse funktioniert und warum sie dagegen vorgehen.
- Die Google Spam Richtlinien sagen klar, welche Taktiken zu Degradierung oder Ausschluss führen können.
- Reuters/AP berichten, dass die EU Googles Vorgehen und Auswirkungen auf Publisher untersucht – das macht das Thema 2026 politisch und operativ heiß.
Was Google mit “site reputation abuse” meint (einfach erklärt)
site reputation abuse heißt: Drittinhalte landen auf einer starken Domain hauptsächlich, um von deren Ranking-Signalen zu profitieren – nicht, weil sie zur Seite passen oder redaktionell sauber betreut werden. Google nennt das auch Parasite SEO.
Der Klassiker: Publisher/Portale hosten “Partnerbereiche” (Coupons, Vergleiche, Affiliate-Hubs), die wie Redaktion wirken – aber faktisch fremd betrieben werden. Genau das fällt unter die Google Spam Richtlinien, wenn der Zweck die Ranking-Ausnutzung ist.
Micro-CTA: Wenn du auf deiner Domain Bereiche hast, die dein Team nicht selbst verantwortet: Das ist die erste Baustelle. Nicht “irgendwann”, sondern vor dem nächsten Content-Sprint.
So erreichst du das Ziel (skalieren, ohne Sichtbarkeit zu verlieren)
- Inventur: Liste alle Verzeichnisse/Subdomains mit “Partner-/Gast-/Deal-Content”.
- Ownership klären: Wer ist fachlich verantwortlich, wer updatet, wer unterschreibt als Autor?
- Intent prüfen: Dient die Seite dem Nutzer – oder nur der SERP? (Wenn du das nicht beantworten kannst: Risiko.)
- Qualitäts-Baseline setzen: Daten, Tests, Screens, Quellen – ohne das kein Publish.
- Thin-Content rausfiltern: Alles ohne klaren Mehrwert konsolidieren, löschen oder noindex (sauber begründet).
- Interne Links entgiften: Keine „Authority-Leaks“ auf schwache Partnerseiten.
- Monitoring: Sichtbarkeit/Indexierung je Bereich tracken, damit du früh siehst, was kippt.
7 Muster, die 2026 riskant wirken (Thin Updates, fremde Gast-Seiten, “SEO-Seiten ohne Nutzen”)
- Thin Updates: „Neu veröffentlicht“, aber kein neuer Inhalt, keine neuen Daten, kein neuer Stand.
- Fremde Gast-Seiten in Serie: Wenn ein Bereich nur aus externen Beiträgen besteht, wird’s schnell toxisch.
- „SEO-Seiten ohne Nutzen“: Seiten existieren, weil ein Keyword existiert – nicht weil ein Kunde ein Problem hat.
- Affiliate/Deals ohne Redaktion: Monetarisierung ohne echte Einordnung (und ohne Verantwortung).
- Massive KI-Varianten: 30 Städte, 30 Branchen, 30 „Leistungen“ – identische Substanz, andere Wörter.
- Unklare Autorschaft: Kein Autor, kein Update, kein Nachweis → Vertrauen fällt.
- Themenbruch: Content passt nicht zur Domain-Identität – genau da beginnt Parasite SEO in der Praxis.
Wenn du das ignorierst, kollidierst du schneller mit Google Spam Richtlinien – besonders, wenn ein Bereich nach site reputation abuse riecht.
KI-Content ohne Absturz: so zeigst du Substanz (Daten, Tests, Screens, Autorenprofil, Updates)
KI ist nicht das Problem. Substanzlosigkeit ist das Problem.
Top 10 Substanz-Signale, die du 2026 brauchst
- Eigene Datenpunkte: Messwerte, Auswertungen, Benchmarks (anonymisiert).
- Tests: “So haben wir es geprüft” (Tool + Setting + Ergebnis).
- Screens: GSC/GA4/Pagespeed – nicht als Show, als Nachweis.
- Autorprofil: Rolle, Erfahrung, Verantwortlichkeit.
- Quellenpflicht: Primärquellen zuerst (Dokus, Guidelines). Google for Developers
- Update-Log: “Zuletzt geprüft am … / was geändert wurde …”.
- Klarer Standpunkt: 1 These, 3 Belege, 1 Empfehlung.
- Entscheidungslogik: Kriterien statt “Tipps”.
- Konkrete Beispiele: nicht theoretisch, sondern an realen Seiten-/Funnel-Mustern.
- Reduktion: Weniger Seiten, mehr Nutzen pro Seite – das ist der Gegenentwurf zu Parasite SEO.
Micro-CTA: Wenn dein Team KI-Content produziert: Nimm einen Artikel und markiere alle Sätze, die ohne Screenshot/Quelle nicht überprüfbar sind. Wenn mehr als 30% übrig bleiben: Neu bauen.
Redaktionsregeln für dein Team (Definition “fertig”, Quellenpflicht, Update-Takt)
Ziel: Skalieren ohne Müll. Ein 1-Pager, den du intern rumreichen kannst.
Redaktions-Policy
Definition „fertig“ (Publish-Gate):
- Der Artikel hat 1 These, 1 Top-Liste, 1 Checkliste, 1 Praxisbeleg (Daten/Test/Screen).
- Autor + Datum + „zuletzt geprüft“ sind gesetzt.
- Externe Quellen sind verlinkt (Primärquelle, nicht nur Meinungsartikel).
- Kein Themenbruch zur Domain (sonst Risiko Richtung site reputation abuse).
- Kein “Partnerbereich” ohne klare redaktionelle Verantwortung (sonst Risiko Richtung Parasite SEO).
Quellenpflicht:
- Jede starke Aussage braucht Quelle oder Test.
- Google Spam Richtlinien werden als Maßstab genutzt, wenn es um riskante Taktiken geht. Google for Developers
Update-Takt:
- Money-Seiten: alle 90 Tage prüfen
- Evergreen: alle 180 Tage prüfen
- News: nach 14 Tagen “Stimmt das noch?”-Check
Escalation-Regel:
- Bei unklarem Nutzen oder Ownership: nicht veröffentlichen. Erst klären.
Checkliste: 20-Minuten-Audit „Skalierung oder Selbstsabotage?“
Inhalt
- Hat jede Seite einen echten Nutzwert (Problem gelöst, Entscheidung erleichtert)?
- Gibt es Thin-Content, der nur “existiert”?
- Sind Autoren/Updates sichtbar?
- Gibt es Bereiche, die nach site reputation abuse aussehen?
Struktur
- Top-Liste + Checkliste + Praxisbeleg vorhanden
- Externe Quellen sind Primärquellen (z. B. Google Spam Richtlinien) Google for Developers
- Interne Verlinkung stärkt Kernthemen statt Partnerbereiche
Risiko
- Gibt es Drittinhalte, die nur wegen Domain-Stärke ranken sollen (klassisches Parasite SEO)?
Mini-Case (typisches Muster aus B2B-Projekten)
Ausgangslage: Blog wird hochgefahren, viele KI-Artikel, dazu ein Partnerbereich mit “Vergleichen”.
Fix in 14 Tagen: Thin-Cluster konsolidiert, Ownership/Autorität ergänzt, Partnerbereich sauber getrennt und redaktionell neu bewertet.
Ergebnis: Domain wurde stabiler, Content hat weniger „Rauschen“ produziert, interne Verlinkung hat wieder Kernthemen gestärkt.
Lernpunkt: Wenn ein Bereich nach site reputation abuse riecht, zieht er oft die ganze Domain runter – unabhängig von “viel Output”.
Fazit: 3 Entscheidungen, die du heute triffst
- Ich skaliere nur Content, der Nutzwert beweist – nicht Keyword-Fläche.
- Ich entferne oder repariere Bereiche, die in Richtung Parasite SEO gehen, bevor Google es für mich erledigt.
- Ich setze interne Regeln nach Google Spam Richtlinien – dann ist “mehr Content” kein Risiko, sondern Plan.
Externe Links
Google Search Central Blog: Updating our site reputation abuse policy (Nov 2024)
developers.google.com/search/blog/2024/11/site-reputation-abuse
Google: Defending Search users from “Parasite SEO” spam (Nov 2025)
blog.google/inside-google/company-announcements/defending-search-users-from-parasite-seo-spam/
Google Search: Spam Policies (Search Essentials)
developers.google.com/search/docs/essentials/spam-policies
Reuters (13.11.2025): EU investigation re Google spam policy / parasite SEO (site reputation abuse)
www.reuters.com/world/google-hit-with-eu-antitrust-investigation-into-its-spam-policy-2025-11-13/
AP (Nov 2025): EU investigates Google over concerns content is unfairly demoted
apnews.com/article/548209cd3266713769df6ac991113cbf